Über seine Ausbildung ist nichts bekannt, anlässlich der Reparatur der Orgel in der St. Mauritz-Kirche in Kremsier 1851 ist er als Gehilfe Ja. Deutschmanns belegt. Ein Jahr später dürfte er sich selbständig gemacht und 1853 soll er Deutschmanns Werkstätte übernommen haben. 1861 reichte er neben C. Buckow, F. Erler und Al. Hörbiger einen Entwurf für den Orgelneubau in der Wiener Hofburgkapelle ein, 1868 auch einen für die neu zu errichtende Orgel der Wiener Hofoper. Bereits 1865–67 hatte er das Glockenspiel und die Physharmonika des Hofopernorchesters überholt. Nach seinem Tod führte seine Witwe Anastasia den Betrieb auf der Wieden (Wien IV) weiter, der 1878 von T. Kotykiewicz übernommen wurde.
Höchstwahrscheinlich nicht verwandt mit der niederrheinischen Orgelbauerfamilie Titz (Tetz).
P: K. k. Harmonium-Hoffabrikant 1870.
W: Écs/H (II/11); Nagycenk/H vor 1860 (II/20, ursprünglich für das Kärntnertortheater, erhalten); Wien I/St. Elisabeth (Deutschordenskirche) 1863/64 (I/9); Laab im Walde/NÖ 1865 (I/7); Wien IV/St. Elisabeth 1867 (II/24); Rappoltenkirchen/NÖ 1869 (I/8, erhalten); Physharmonika in der Slg. Alter Musikinstrumente (KHM); Harmonium im Schmidt-Museum in Szombathely/H.
Lit: Hopfner 1999; O. Biba in Organa Austriaca 1 (1976); G. Lade, Orgeln in Wien 1990; K. Schütz, Theater- u. Kinoorgeln in Wien 1991; X. Kainzbauer in [Fs.] Die neue Orgel der Pfarrkirche St. Elisabeth Wien IV, 1985; K. Szigeti in Organa Austriaca 3 (1982); J. Sehnal in Organa Austriaca 4 (1988); Eberstaller 1955; MGG 4 (1996) [Harmonium]; MGÖ 2 (1995); http://organ.library.uu.nl/eoi/ (1/2006).
ChF