Deutschmann, Familie
Friedrich: * ca. 1757 Wien?, † 9.9.1826 Komorn/H. Klavier- und Orgelbauer.

Stammte aus einer ab 1766 in Wien ansässigen Orgelbauerfamilie und war seit 1814 Vorsteher der bürgerlichen Klaviermacher in Wien. Sein Neffe (nicht Sohn wie bei Czeike)

Jakob: * 1795 Lauben/Preußen, † 11.3.1853 Wien. Orgel- und Klavierbauer. Legte am 8.11.1822 den Bürgereid ab, nachdem er 1821 und 1822 die Befugnis für Orgel- bzw. Klavierbau erworben hatte. 1825 baute er die Orgel in der Schottenfelder Kirche um, 1828 erweiterte er die Orgel der Minoritenkirche in Wien, 1845 errichtete er eine Orgel im Kleinen Redoutensaal der Hofburg. In seinem Haus arbeitete der Klaviersaitenerzeuger Matthäus Dietz. Friedrich D.s Sohn Vincenz (* 1808 Wien, † 1839) arbeitete ab 1833 als Geselle bei seinem Cousin Jakob D. Ob der Orgelbauer Johann Franz D. († 1897 Wien) mit der Familie D. verwandt war, ist nicht sicher.

W (F.D.): Evangelische Kirche (A. B.), Mechitaristenkirche, Ursulinenkirche, Kirche St. Josef in Margareten (alle Wien).

Lit: Hopfner 1999; Czeike 2 (1993); Ottner 1977.

ETH