Studierte Europäische Ethnologie, Altgermanistik und Psychologie an der Univ. Wien (Dr. 1969), anschließend freie Mitarbeiterin im Referat Volksmusik des ORF-Landesstudios Niederösterreich. Ab 1970 auch freie Mitarbeiterin am Institut für Volksmusikforschung der Wiener MHsch., 1975–99 im Phonogrammarchiv (Phonographie) der Österreichischen Akad. der Wissenschaften tätig. Th. unternahm ausgedehnte Feldforschungen in ganz Österreich sowie in der ehemaligen Tschechoslowakei; 1976 erschloss sie die Volksliedsammlung G. Koteks. 1975–81 Mitarbeit an der Langzeitstudie Fasching im Ausseerland , 1978–89 mit den Großprojekten Singen und Musizieren in Österreich und Der musizierende Mensch im ländlichen Raum beschäftigt. Nach ihrer Pensionierung arbeitete Th. an der Erschließung der Sammlung synagogaler Gesänge (Juden/jüdische Musik/jüdischer Gesang) von Abraham Adler. Vorträge im In- und Ausland.
Schr: Die sudetendt. Volkstänze, Diss. Wien 1968 (Druck: Die sudetendt. Volkstänze in Böhmen, Mähren u. Schlesien 1970); Die ländlerartigen Tänze im Böhmerwald u. im Schönhengstgau in JbÖVw 25 (1976); Totenbrauch u. Totenlied in Fladnitz, Schrems u. Fladnitzberg (Oststeiermark) in JbfVldf 26 (1981); Ein ungarisches Kindertanzhaus (Videographische Pilotstudie) in U. Hemetek (Hg.), Echos der Vielfalt – Echoes of Diversity 1996; gem. m. W. Deutsch Jodler u. Almschrei auf historischen Tonträgern in Österreich in JbÖVw 50 (2001); Gesänge von Altoberkantor A. Adler u. einige volkskundliche Bemerkungen in K. E. Grözinger (Hg.), Klesmer, Klassik, jiddisches Lied. Jüdische Musikkultur in Osteuropa 2004.
Lit: Schneider 1985; Ulrich 1997; pers. Mitt. H. Th.
ChF