Besuchte in Komotau (Chomutov/CZ) die Schule für Lehramtskandidaten. 1835–39 Chorregent der Stadtpfarrkirche St. Markus in Wolfsberg/K. Ab 1839 weitere Musikausbildung am Konservatorium der GdM in Wien (Komposition und Instrumentation bei G. v. Preyer). 1844–49 Kapellmeister und Lehrer des Innsbrucker Musikvereins , dessen Bibliothek er auch betreute. 1849–92 war er Pfarrchor- und Pfarrsingschuldirektor von St. Jakob in Innsbruck, blieb aber bis 1881 im Ausschuss des Musikvereins tätig und leitete auch 1874 für den erkrankten M. Nagiller wieder Konzerte. T. war ferner Mitbegründer und Dirigent der Innsbrucker Liedertafel sowie 1860–72 Bundeschormeister des Tiroler Sängerbundes . J. Pembaur d. Ä. bezeichnete T. im Hinblick auf seine Dirigentenleistung als „steife[n] Pedant[en]“.
P: Ehrenmitglied des Innsbrucker Musikvereins.
W: Kirchenmusik (Festmesse in C, 16 Tantum ergo, geistliche Lieder), Orgelwerke, Bearbeitungen f. Frauenchor.
Lit: K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004); W. J. Meindl, Meister der Tonkunst als Chorleiter im Tiroler Sängerbund 1860, 1984; W. J. Meindl, 130 Jahre Innsbrucker Liedertafel 1985; Tiroler Stimmen 1896, Nr. 25; Jahresbericht des Musikvereins in Innsbruck 1896/96; Land der Chöre. Dokumentation über den Österr. Sängerbund 1991, 100 [Foto] u. 105; MGÖ 2 (1995); Archivalien: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.
BB/FG