Tenschert, Ehepaar
Roland: * 5.4.1894 Podersam/Böhmen (Podbořany/CZ), † 3.4.1970 Wien. Musikwissenschaftler und Musikschriftsteller.

Studierte 1913–15 am Konservatorium in Leipzig/D und ab Herbst 1917 Musikwissenschaft an der Univ. Wien sowie Komposition bei A. Schönberg und Dirigieren bei L. Kaiser; Dr. 1921. 1926–31 Archivar und Klavierlehrer am Mozarteum Salzburg, nebenbei als Zeitungskritiker tätig. 1935 Übersiedelung nach Wien als freischaffender Musikjournalist und Rezensent. 1945–48 unterrichtete T. Musikgeschichte an der Wiener MAkad., 1949 wurde er Sachverständiger für „technische und wissenschaftliche Urheberfragen aller Art für den Bereich der Tonkunst“. Mitglied der Österreichischen Musiklehrerschaft, der Mozartgemeinde Wien und wirkendes Mitglied der Denkmäler der Tonkunst in Österreich (seit 1929).

G: T.straße (Wien XXIII, Inzersdorf).

P: Prof.-Titel 1952; Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 1965.

Schr: Die Ouverturen Mozarts, Diss. Wien 1921 (Druck: Mozart-Jb. 2 [1924]); zahlreiche Bücher über W. A. Mozart, J. Haydn, Ch. W. Gluck, Fr. Schubert, R. Strauss u. a.; über 6.000 Konzert- u. Opernbesprechungen; Fachaufsätze (u. a. in der ÖMZ).

W: Lieder, Bearb. von W. A. Mozarts Apollo u. Hyacinthus (KV 38).

Edith (geb. Killmayer): * 7.7.1904 Tattendorf/NÖ, † 9.10.2000 Wien. Pianistin und Klavierpädagogin. Studierte bis 1925 an der Wiener MAkad., 1927 ehelichte sie R. T. In den 1950er Jahren leitete sie eine Klavierklasse an der städtischen MSch. in Wien IX.

Lit: LdM 2000; MGG 13 (1966) u. 16 (1979); Czeike 5 (1997); E. T., Musik als Lebensinhalt 1971; Kürschner 1954; Müller-Asow 1929; Riemann 1961 u. 1975; F-A 1936 u. 2 (1978); ÖMZ 14 (1959), 65–67, 24 (1969), 474, 25 (1970), 246, 29 (1974), 245–247; MGÖ 3 (1995); WStLA (Biographische Slg.); Mitt. MA 61.

ChF