Tendler, Familie

Buch- und Musikalienhändler

Karl: * 25.9.1825 Wien, † 30.11.1904 Graz. Sohn des Besitzers der ehemaligen Trattner’schen Buchhandlung in Wien, lernte hier in den Buchhandlungen K. Haas’s Witwe und E. Hütter, ging 1846 nach Graz und arbeitete in verschiedenen Buch- bzw. Kunst- und Musikalienhandlungen. 1852 übernahm er die ehemalige Ferstl’sche Buchhandlung und erhielt 1853 zusätzlich die Konzession zur Kunst- und Musikalienhandlung. 1857 kaufte er die Musikalien-Leihanstalt der Firma J. Hubner’s Witwe & Carl Mekiska, verkaufte 1873 seine Buchhandlung an Albert Lentner und erweiterte 1887 sein Geschäft um eine Theater- und Konzertagentur

Seine Frau Aloisia (Louise), geb. Werner: * 21.6.1833 Graz, † 19.3.1914 Graz. Sie übernahm mit ihrem Sohn Franz als Stellvertreter 1904 die Weiterführung der Firma. Sein älterer Bruder P. Franz (* 21.3.1820 Wien, † 5.5.1902 Wien), ab 1840 Mitglied des Redemptoristenordens (Priesterweihe 1842 in Graz), war Waisenhauspriester und Jugendseelsorger.

P: k. k. Hoftitel 1876.

Seine Kinder

Gabriele: * 5.4.1854 Graz, † ?. War verheiratet mit Ferdinand Wenzel (* 25.8.1833 Windische Bühel bei Marburg [Slovenski Gorice bei Maribor/SLO], † ?). Deren Tochter Gabriele (Ella) Wenzel (* 14.11.1877 Budapest, † ?) arbeitete ab 1914 mit ihrem Onkel F. T. zusammen.

Carl: * 1.7.1857 Graz, † ?. War in der Firma seines Vaters beschäftigt.

Franz: * 18.8.1859 Graz, † 11.11.1927 Graz. Übernahm 1914 mit seiner Nichte die elterliche Firma, nach wie vor bestehend aus Kunst- und Musikalienhandlung, Musikalien-Leihanstalt sowie Theater- und Konzertagentur. Seine Frau (1912) Rosa, geb. Schlag (* 23.8.1873 Schönberg bei Judenburg/St, † 14.5.1949 Graz) übernahm nach seinem Tod das an Bedeutung verlierende Unternehmen und erhielt 1930 die Konzession für eine eigene Kunst- und Musikalienhandlung; die für die Musikalienhandlung legte sie noch im selben Jahr zugunsten von Alois Stanberg zurück, die Kunsthandlung führte sie bis 1942 weiter; die 1932 erworbene Kartenbüro-Konzession übernahm 1935 Grete Grünwald.

Lit: StMl 1962–66; Czeike 5 (1997) [P. F. T.]; Slg. Moißl; eigene Recherchen.

UH