Einem aus Graubünden/CH in die Steiermark eingewanderten Adelsgeschlecht entstammend, dürfte er einem Grazer Kreis adeliger Musikliebhaber angehört haben. 1710 trat er in Dienste am Wiener Kaiserhof, gleichzeitig wurde er Sekretär beim Prinzen Maximilian Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg in Wien. Bereits ein Jahr zuvor wurde das Jesuitendrama Martis exilium, et pacis reditus mit St.s Musik in Anwesenheit des Kaiserpaares aufgeführt. Zuletzt war St. Truchsess und Hofrat der Witwe Josephs I., Amalia Wilhelmine. In seinen Suiten vereinigt er Elemente der italienischen und französischen Gattungscharakteristika (Stil).
W: Musik zu drei Jesuitendramen (Martis exilium, et pacis reditus 1709 [verloren], Radimirus ex reo rex 1710 [verloren], Nundinae deorum 1711 [A-Wn]), 2 Slgn. Suiten f. V. (bzw. 2. V.n) u. Gb. (gedruckt 1702 u. 1703, NA in DTÖ 137 [1984]), Violinsolosonaten (verschollen).
Lit: NGroveD 24 (2001); [Kat.] Musik i. d. St. 1980; W. Kramer, Die Musik im Wr. Jesuitendrama von 1677–1711, Diss. Wien 1961; MGÖ 1 u. 2 (1995).
ChF