Sein Großvater Rudolf Zoffmann war in Wiesen Lehrer, Kantor und Organist. Auch seine Eltern waren Musiker. Er lernte Geige und Klavier, komponierte schon als Mittelschüler und studierte 1945–48 an der Wiener MAkad. Musikpädagogik, Orgel (bei Ka. Walter) und Tonsatz (bei A. Uhl) sowie an der Univ. Wien Geschichte (Lehramtsprüfung 1950). Weiters wurde er als Komponist von A. Heiller und Paul Hindemith beeinflusst. Er war als Pädagoge 1949–69 am Bundesrealgymnasium Eisenstadt tätig, wechselte 1969 an die dortige Pädagogische Akad. und lehrte 1967–87 am Joseph-Haydn-Konservatorium. 1947–60 leitete er den Kirchenchor Eisenstadt, ab 1950 den Haydn-Chor, langjähriger Bundeschormeister des Burgenländischen Sängerbundes . Er unterrichtete auch bei zahlreichen Chorleiterkursen. Seit 1992 widmet (2005) sich St. ausschließlich seinem kompositorischen Schaffen. Seine tonalen, mit Dissonanzen angereicherten Chöre sind auch vom Volkslied geprägt.
P: versch. Preise bei Wettbewerben; Ehrenzeichen f. Verdienste um das Land Burgenland 1964; Förderungspreis (1977) u. Würdigungspreis (1988) des Landes Burgenland.
W: Bläserkammermusik (Bläserquintette); Werke f. Orch. (Suiten); Messen; Kantaten (Cantata mystica [T: Christine Lavant] 1984); Franziskus-Oratorium f. Soli, Chor u. Orch. 1993; Kinderopern; Chöre.
Lit: M. Vorzellner, O. St. Ein burgenländischer Komponist, Dipl.arb. Wien 1991 [mit WV]; MaÖ 1997; Goertz 1994; W. Szmolyan in ÖMZ 25 (1970); Suppan 1994.
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