Nach erstem Klavierunterricht von seiner Mutter war er 1904–10 Schüler von V. Kurz, danach von F. Busoni und 1912–14 von A. Schönberg in Berlin. 1912 wirkte er in der UA des Pierrot lunaire, später auch weiterer Werke mit, war ein wichtiges Mitglied von Schönbergs Verein für musikalische Privataufführungen und fertigte Klavierauszüge sowie Bearbeitungen an. 1918–36 war St. in Wien als Pianist und Privatlehrer tätig (zu seinen Schülern gehörte Th. W. Adorno), 1932–36 auch in Krakau (Kraków/PL) und ging auf zahlreiche Konzertreisen durch Europa. Er war Begleiter von K. Kraus bei dessen Lesungen. 1936 emigrierte er in die USA (Exil), wo er 1948–63 am Philadelphia Conservatory of Music und ab 1952 an der Juilliard School of Music in New York unterrichtete. Teilnahme an Meisterkursen u. a. am Mozarteum Salzburg und in Darmstadt/D.
G: E. St. Memorial Society u. E. St. Memorial Prize.
P: Schönberg-Medaille der IGNM 1952; Dr. of Music h. c. 1962.
W: Werke f. Orch. (Variations 1958); Kammermusik (2 Streichquartette, Klaviertrio); Klavierwerke; Kantate Auf der Galerie [T: Franz Kafka] 1963/64; Lieder. – Hg.: J. Brahms, Klavierwerke 1929/30 ( Universal Edition ); gem. m. Reinhold Brinkmann: A. Schönberg, Werke f. Kl. zu zwei Händen 1968.
Schr: The Not Quite Innocent Bystander. Writings, hg. v. Clara St. 1989; Aufsätze in Musikblätter des Anbruch , über A. Schönberg usw.
Lit: NGroveD 24 (2001); MGG 16 (1979); V. Rülke, Der Komponist E. St. 2000; Riemann 1961 u. 1975; InterpretenL 1992; Orpheus im Exil 1995; DBEM 2003; ÖMZ 20 (1965), 126f; F-A 2 (1978); MGÖ 3 (1995).
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