Staar, René
* 30.5.1951 Graz. Komponist, Violinist und Dirigent.

Erste Kompositionsversuche mit 4 Jahren, erster Musikunterricht von seinem Vater, dem Geiger und Kapellmeister Josef St. sen. (* 20.2.1909 Marburg an der Drau, † ?). Studierte 1962/63 an der Östermalms Musikskola Stockholm, gleichzeitig bei W. Wasservogel, 1963–80 an der Wiener MAkad./MHsch., daneben auch Lehrtätigkeit; 1968/69 Gaststudium an der Sibelius-Akad. Helsinki. 1981–86 wirkte er v. a. als Violinsolist. Seit 1987 leitet St. das von ihm mit E. Freitag und E. Hartzell begründete Ensemble Wiener Collage (für Neue Musik). Seit 1991 ist er Mitglied der Wiener Philharmoniker (seit 1988 des Staatsopernorchesters). Seit 1994 Gastprof. an der Grazer MHsch./MUniv. 1996 gründete er das Ensemble Wien-Paris. Seine Brüder Josef jun. (* 10.2.1935 Graz, † 7.10.2000 Wien) und Alfred (* 2.6.1938 Graz, † 28.4.2000 Wien) waren ebenfalls Philharmoniker (Solobratschist bzw. Primgeiger, letzterer auch Mitglied des Weller-Quartetts ), wie auch sein Schwager, der Hornist Wolfgang Tomböck (* 16.5.1932 Mödling/NÖ). Der Komponist R. St. ordnet das Material seiner Werke in umfangreichen Akkordtabellen, seine harmonische Sprache bleibt trotzdem eigenständig.

P: Violinwettbewerb der European Broadcasting Union Lissabon 1973; Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien 1986; Prof.-Titel 2004.

W: Just an accident? f. Sopran, Sprecher u. Ensemble 1985; Bagatellen auf den Namen György Ligeti f. Kl. 1989–96; Werke f. Orch. (Metropolitan Midnight Music 1993); Kammermusik.

Lit: NGroveD 24 (2001); MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1994; MGÖ 3 (1995); Hellsberg 1992; Who is who in Öst. 1997 [A. St.]; Who is who in Öst. 1979 [J. St. sen.]; www.staar.at (9/2005); Mitt. Archiv Wr. Philharmoniker.

ARa