Sonnholz (Sonholz),Gottfried
* 1695 (Ort?), † 3.9.1781 Wien. Orgelbauer.

1725 Bürger der Stadt Wien, ab 1742 bis zu seinem Tod Besitzer des Hauses „Goldenes Lamm“. Neben J. I. Egedacher und J. Hencke der bedeutendste Orgelbauer im österreichischen Donauraum in der 1. Hälfte des 18. Jh.s. In Mariazell schuf S. einen der prächtigsten Orgelprospekte Mitteleuropas. Das Konzept für diese Orgel ist von der Sieber-Orgel der Wiener Michaelerkirche (1714) beeinflusst. Demnach dürfte S. aus dem Umfeld des Brünner Orgelbauers J. D. Sieber nach Wien gekommen sein.

W: Wien, St. Augustin I/9 1728; Wien, St. Stephan II/25 Umbau 1730; Klosterneuburg, St. Martin II/22; Purgstall an der Erlauf/NÖ II/22; Melk II/28 1733; Tulbing/NÖ I/8; Wien, Mariabrunn II/19 1734; Wien, Karlskirche II/18 1739; Ravelsbach/NÖ I/9 1740; Wien, Rathauskapelle I/9; Mariazell III/38; Lilienfeld I/10 1747; Wien, Peterskirche III/30 1751; Mariazell I/6 u. I/6 1752; Köszeg/H, St. Imre I/8; Weikendorf/NÖ I/12; Wien, Malteserkirche I/10 1763.

Lit: H. Haselböck, Barocker Orgelschatz in Niederösterreich 1972; G. Lade, Orgeln in Wien 1990; H. Heiling in SK 39 (1992) u. 40 (1993); K. Szigeti in Organa Austriaca 3 (1983); G. Allmer in Das Orgelforum 6 (2004); Hopfner 1999; K. Schütz, Der Wr. Orgelbau in der 2. Hälfte des 18. Jh.s; MGG 12 (1965).

GA