Zeigte bereits früh kompositorisches Talent und erhielt während seiner Gymnasialzeit Unterricht in Instrumentalfächern und in Musiktheorie; 1892 Lehrbefähigungsprüfung in Wien. Nicht eindeutig belegbar sind behauptete musikalische Studien bei Cyrill? Wolf und A. Bruckner; Staatsprüfung für Musiklehramt. S. arbeitete zunächst als Volksschullehrer, später auch als Musiklehrer an Mittelschulen und Gesangpädagoge; bis zu Beginn der 1920er Jahre unterrichtete er in Wien, obwohl er bereits ab 1913 in Brunn am Gebirge lebte. Dem Männergesang, v. a. aber der Arbeiter-Musikbewegung zugetan, war er 1906/07 Mitglied des Wiener Schubertbundes , wirkte selbst als Leiter von Gesangvereinen und war 1927–32 Mitarbeiter der Arbeiter-Sängerzeitung. Seine Kompositionen waren von Rich. Wagner beeinflusst. Seine Frau Ida (* 23.11.1869 Wien, † nach 1919 [Ort?]; getrennt 1912) erscheint 1903–19 als Pianistin und Musiklehrerin in Wien.
P: Preis beim Grazer Musikfest 1907 (f. Hymne an die Tonkunst); 4. Preis beim Kompositionswettbewerb des Reichsverbandes der Arbeitergesang-Vereine Österreichs 1925 (f. Strampelchen); 1. Preis Kompositionswettbewerb Philadelphia/USA 1926/27 (f. Die Verlobung von St. Domingo); Ehrenmitglied des Männerchores Brunn am Gebirge.
W: Opern (Saturnia, Die Verlobung von St. Domingo [T: Helene Scheu-Riesz]), Singspiel Qui pro quo, Oratorium Musika Salvator, Männerchöre (Hymne an die Tonkunst 1907 [dem Wr. Schubertbund gewidmet]), Frauenchöre (Strampelchen), Lieder, Ouvertüre „Was die Alten sungen“ (über zwei Volksliedthemen), Kammermusik; Bearb. v. Volksliedern.
Schr: Art. über das Volkslied u. die Wirkung des Schalls in der Arbeiter-Sängerztg.
Lit: ÖBL 57. Lfg. (2004); Deutschlands, Österreich-Ungarns u. der Schweiz Künstler, Gelehrte u. Schriftsteller in Wort u. Bild 3 (1911) [Foto]; Wienerwaldpost 9.10.1932; Mödlinger Nachrichten 8.10.1932 u. 17.12.1932; NFP 9.12.1932 (Abendausg.); Arbeiter-Sängerztg. 32 (1933), 8; Arbeiter Ztg. .12.1932; Neue Musikztg. 48 (1927), 273; A. Weiß, Fünfzig Jahre Schubertbund 1913, XXXVI u. LXXIII; R. Kail, [Fs.] 25 Jahre Anningerbund 1929, 25; WStLA (Lehmann-Adressbücher 1888–1919; Meldearchiv).
ChF