Absolvierte die philosophischen Jahrgänge an der Univ. Wien (1819–22) und hörte anschließend Jus an der Univ. Wien. Daneben war er bereits schriftstellerisch tätig, publizierte Lyrik, Dramen, Erzählungen und war Mitarbeiter verschiedener Zeitungen. Ab 1829 unterrichtete S. nach einer Tätigkeit als Hauslehrer am Gymnasium in Cilli (Celje/SLO), 1840 wurde er Kustos im K. k. Münz- und Antikenkabinett und 1856–71 bekleidete er das Amt des Hofschatzmeisters. Einige seiner Gedichte wurden u. a. von C. Loewe, A. Müller sen., B. Randhartinger, Fr. Schubert, R. Schumann und S. Sechter vertont. Eng verknüpft ist S.s Name v. a. mit J. Haydns Volkshymne, für die er 1854 mit dem vierstrophigen „Gott erhalte, Gott beschütze“ den bis zum Ende der Monarchie 1918 gültigen Hymnentext schuf.
G: Ehrengrab am Wr. Zentralfriedhof; Gedenktafeln am Geburts- (Wien I, Krugerstraße 8) u. Sterbehaus (Wien IX, Alser Straße 18).
P: k. M. (1848) und w. M. (1851) der Akademie der Wissenschaften; Reg.rat 1867; Hofrat 1874.
Schr: Gedichte, 3 Bde. 1826–28; Bifolien 1836; Liedertafel 1849; Laub u. Nadeln, 2 Bde. 1842 (Erzählungen); Lieder der Nacht 1851; Natur u. Herz 1853; Singspiele, Festspiele, Volksmärchen; (Hg.) Aurora 1828–58. – Gesammelte Schriften, 6 Bde. 1877–81.
Lit: ÖBL 56. Lfg. (2002); S. Knauder, J. G. S. Sein Leben u. sein wissenschaftliches Werk, Diss. Wien 1969; J. Watzek, J. G. S.s Flinserln, Diss. Wien 1966; ADB 33 (1891); Czeike 5 (1997); Kosch 3 (1992); Wurzbach 33 (1877); SchubertL 1997; Deutsch, Schubert Dokumente 1980; Deutsch, Schubert Erinnerungen 1957; Stieger III/3 (1981); F. Grasberger, Die Hymnen Österreichs 1968; Ulrich 1997.
ChF