Musikalisch vom Vater und später am Konservatorium in Augsburg/D ausgebildet, Debüt 1940 (unter H. v. Karajan) in Aachen/D. 1943 wurde sie von K. Böhm an die Wiener Staatsoper engagiert und entwickelte sich schnell zu einem führenden Mitglied des dortigen Mozart-Ensembles. Ab 1946 trat sie regelmäßig bei den Salzburger Festspielen auf. S. war neben ihrer Operntätigkeit auch eine der bedeutendsten Lied- und Konzertsängerinnen ihrer Zeit und gastierte weltweit. Nach Abschluss ihrer Karriere 1976 wirkte sie als Gesangspädagogin. S. war seit 1948 mit Wo. Schneiderhan verheiratet; die jüngere ihrer beiden Töchter ist die am Max Reinhardt-Seminar in Wien ausgebildete Schauspielerin Mona S. (eig. Monika Maria Schneiderhan, * 30.3.1957 Wien).
P: Kammersängerin 1947; Mozart-Medaille 1953; Ehrenmedaille in Gold 1977; Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1979; Silbernes Ehrenzeichen der Stadt Wien 1980.
Schr: Meine Wege zu Hindemith u. B. Bartók in ÖMZ 9 (1954); Zwei „Fiordiligi“-Briefe in ÖMZ 14 (1959); Bekenntnis zu Hugo Wolf in ÖMZ 15 (1960).
Lit: F. Fassbind, Wolfgang Schneiderhan – I. S. 1960; K-R 1997, 2000 u. 2002; Czeike 5 (1997) [Foto]; NGroveD 23 (2001); G. Gruber/J. Brügge [Hg.], Das Mozart-Lex. 2005; DBEM 2003; Kosch 3 (1992); Riemann 1961 u. 1975; M. Prawy, Die Wr. Oper 1978; E. Werba in Opera 17 (1966); A. Blyth in Opera 40 (1989); T. Voigt in Opernwelt 1989, H. 1; G. Mayer in Bühne 1989, H. 1; [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 205; E. Werba in ÖMZ 34 (1979), 512; Ulrich 1997; MGÖ 3 (1995).
UH