Schulz, Leonhard
* 2. Hälfte 18. Jh. Wien, † ?. Gitarrenvirtuose.

Nachweisbar sind Auftritte in Baden/NÖ mit dem Violinisten Jos. Böhm (1817) und in Wien mit der Pianistin Mendl (1818). Sein jüngerer Sohn Leonhard d. J. (* 1814) debütierte bereits im Alter von acht Jahren als Gitarrist in einem Konzert der GdM (3.11.1822), am 20.6.1823 trat er mit seinem älteren Bruder Eduard (* 1813; Pianist) im Landständischen Saal auf. Anschließend unternahm der Vater mit den Söhnen eine dreijährige Konzertreise durch Europa (u. a. 1825 mit I. Moscheles in London), 1827 kehrten sie nach Wien zurück. Es folgten weitere Auftritte in Deutschland und Frankreich, um 1830 machte sich die Familie in London ansässig. Leonhard d. J. soll 1844 in Bad Aussee/St gewesen sein, wo er in Kontakt mit dem Innsbrucker Gittaristen Alois Götz kam.

W (L. Sch. d. J.): Stücke f. Git. bzw. f. Git. u. Kl.; Studienwerk L’indispensable.

Lit: Wurzbach 32 (1876); Zuth 1926; E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1 (1869), 257.

ChF