Nach erstem Musikunterricht durch den Vater, einem Cellisten, studierte Sch. Klavier sowie Komposition an den Konservatorien von St. Petersburg und Leipzig/D. Ab 1879 in Wien, erhielt er von Th. Leschetizky Klavierunterricht und unternahm 1880–82 Konzertreisen durch Österreich-Ungarn, Böhmen, Frankreich und Russland (teilweise gemeinsam mit Wilma Maria Neruda und L. v. Auer). 1882–87 war er Dirigent des Wiener Akademischen Wagner-Vereins , 1887 versuchte Cosima Wagner erfolglos, ihn für die Bayreuther Festspiele zu verpflichten. Sch. widmete sich in weiterer Folge ausschließlich der Komposition und schrieb v. a. sehr beliebte und weit verbreitete Klaviermusik. 1889 übersiedelte er nach Paris, um 1893 lebte er in Leipzig, um 1902 in Wien und um 1929 in Meran.
P: Auszeichnungsdiplome der Konservatorien von St. Petersburg und Leipzig (f. Kl. 1876 bzw. f. Komposition 1878).
W: Klavierkonzerte, Kammermusik mit Kl., Suiten f. V. u. Kl., Klavierstücke, Lieder, Violinstücke, Oper Signor Formica (UA 19.11.1892 Wien, Hofoper); Bearb. v. Werken v. Joh. Strauß Sohn (Klavierparaphrasen über G’schichten aus dem Wienerwald, An der schönen blauen Donau, Frühlingsstimmen), Rich. Wagner u. J. Brahms.
Lit: Baker 1984; Müller-Asow 1929; F-A 1936; Riemann 1929; Kosel 1902; Eisenberg 1893; F. Scheder, Anton Bruckner Chronologie. Registerbd. 1996; Kürschner 1954, 1687; Stieger II/3 (1978); http://theforrest.home.mindspring.com/Schutt.htm#bio (3/2005); eigene Recherchen.
ChF