Diente 1879–83 als Regimentstambour in der österreichischen Armee (Militärmusik) und war danach in fast jährlichem Wechsel Paukist in verschiedenen Kur- bzw. Stadtkapellen in Böhmen, Ungarn, Deutschland und der Schweiz. 1891/92 unternahm er eine Tournee als Zither- und Xylophonvirtuose. 1893 Paukist im Concertgebouworkest Amsterdam, war er schließlich 1894–1932 Mitglied des Orchesters der Wiener Hofoper und der Wiener Philharmoniker . 1901–34 der Wiener Hofmusikkapelle. 1908–32 lehrte er auch Pauke und Schlagzeug am Konservatorium der GdM (bzw. MAkad.). Von G. Mahler besonders geschätzt, nahm er eine hervorragende Stellung im Orchester der Wiener Philharmoniker ein. Von ihm entwickelte technische Verbesserungen (1920 Patent auf die Erfindung einer Hebelpauke) an seinem Instrument ermöglichten ihm „fast thematisches Spielen, was, vom Komponisten sanktioniert, Eingang in die Partitur der Sinfonia domestica von R. Strauss fand“ (ÖBL).
Lit: ÖBL 10 (1994); W. Schuster in O. Biba/W. Schuster (Hg.), [Kgr.-Ber.] Klang u. Komponist. Wien 1990, 1992; Neue Musik-Ztg. 38 (1917), 89; O. Strasser in R. Strauss-Bll. N. F. 3 (1980), 37f; Deutschlands, Österreich-Ungarns und der Schweiz Musiker in Wort und Bild 1909/10; H. Tobischek, Die Pauke 1977; G. Mahler, Briefe, hg. v. H. Blaukopf 1982; H.-L. de la Grange, G. Mahler 2–3 (1983/84); H. u. K. Blaukopf, Die Wr. Philharmoniker 1986; Z. Roman, G. Mahlers American Years 1907–11, 1989. – Allgemeines Verwaltungsarchiv, HHStA, Archiv der MUniv. Wien.
HR