Schnabel, Sigismund
* 6.3.1895 Wien, † 14.6.1985 Klosterneuburg-Weidling/NÖ. Musikpädagoge, Chormeister, Komponist.

1913–15 Kirchenmusikstudium bei V. Goller und 1920–22 Musiktheorie-Studium bei J. Marx an der Wiener MAkad.; private Gesangsstudien u. a. bei Hans Enders. Als Regens chori wirkte Sch. 1914–20 an der Leopoldskirche in Wien-Floridsdorf (Wien XXI) und 1920–39 an der Dominikanerkirche (Wien I), ferner war er Chormeister des Neubauer (1920–45) und des Rossauer (1920–30) Männergesangvereins sowie 2. Chorleiter des Sängerbundes Dreizehnlinden (1930–36); daneben Kapellmeister des Wiener Haydn Orchesters. 1921–28 Musik- und Gesanglehrer u. a. an der Theresianischen Akad., 1925–38 und 1945–60 Lehrtätigkeit an der MAkad., 1945–60 Fachinspektor für Musik des Wiener Stadtschulrates. 1947 war Sch. Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft der Musikerzieher Österreichs (AGMÖ), deren Vorstand (1948–51 und 1962–64) sowie Wiener Landesobmann (1947–55) er war.

P: Prof.-Titel 1932; Ritterkreuz des Österr. Verdienstordens 1935; Reg.rat 1949; Hofrat; Ehrenmitglied der AGMÖ 1964; Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien 1970; Goldene Bundesmedaille des Sängerbundes f. Wien u. Niederösterreich 1973; Großes Ehrenzeichen f. Verdienste um das Bundesland Niederösterreich 1975; Jaksch-Plakette des Sängerbundes f. Wien u. Niederösterreich 1975; Stephanusorden in Silber 1975; Ehrenchormeister des Neubauer MGV.s u. a. Chorvereinigungen.

W: Messen, Requiem, Motetten, Frauen-, Männer- u. gemischte Chöre; Supplementum zur Choralbegleitung (Graduale).

Schr: Artikel zu Fragen der Musikerziehung in Fach-Zss., Hg. von Büchern für Musikerziehung, Chor- und Liederslgn. (z. T. gem. m. J. Lechthaler und G. Moißl), Verfasser und Hg. (nach J. Lechthaler) der Chor- und Theoriebücher für die Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten.

Lit: AGMÖ 1947–1997; SK 7 (1960), 190; Slg. Moißl; Akten MUniv. Wien.

ESt