Schillings, Max von
* 19.4.1868 Düren/D, † 24.7.1933 Berlin. Komponist, Dirigent und Operndirektor.

Nach erstem Musikunterricht in Bonn weitere Ausbildung in München. 1892 Korrepetitor bei den Bayreuther Festspielen, ab 1895 Dirigent und Pädagoge in München. 1908–18 war Sch. Generalmusikdirektor in Stuttgart/D, 1910–19 Präsident des Allgemeinen Deutschen Musikvereins, 1919–25 Intendant der Staatsoper Berlin. Er war Vorsitzender (ab 1926 Ehrenvorsitzender) des Reichsverbandes Deutscher Tonkünstler und der Genossenschaft Deutscher Tonsetzer owie Präsident der Preußischen Akad. der Künste und wurde noch 1933 zum General-Intendanten der Städtischen Oper Berlin ernannt. Als Komponist zunächst von Rich. Wagner beeinflusst, führte er später dessen Leitmotivik eigenständig weiter und übernahm auch Anregungen aus der italienischen zeitgenössischen Musik (Verismo). Sein bedeutendstes Bühnenwerk, Mona Lisa, in Wien bei der Universal Edition verlegt und schon wenige Tage nach der UA in der Staatsoper gespielt, war bis 1933 eine der meistgespielten Opern im deutschsprachigen Raum. Seit 1923 war Sch. in 2. Ehe mit der deutschen Sopranistin Barbara Kemp (1881–1959) verheiratet.

G: Sch.straße (Düren).

P: Senatsmitglied d. Akad. d. Künste Berlin; Mitglie d. Akad. d. Künste Stockholm; Prof.-Titel 1903; Dr. h. c. Heidelberg/D u. Tübingen/D 1911; Nobilitierung 1912.

W: Opern (Ingwelde 1894; Der Pfeifertag 1899 (S. Abb.); Moloch 1906; Mona Lisa 1915); Melodramen; Orchesterwerke; Kammermusik; Klaviermusik; Chöre; Lieder.

Lit: NGroveD 22 (2001) [mit WV]; DBEM 2003; MGG 11 (1963); Kosch 3 (1992); Riemann 1961; Müller-Asow 1929; Hadamowsky 1975; C. M. Gruber, Opern-UA.en 3 (1978); Stieger II/3 (1978); Ulrich 1997; MGÖ 3 (1995).

UH