Er war Schüler von Fr. Jakob Königschwerdt OCist, der Orgeln in den Stiften Zwettl und Admont baute und 1544 die Orgel des Doms zu St. Stephan in Wien erweiterte. 1555–60 baute Sch. eine große Orgel für das Stift Klosterneuburg, 1556 war er bereits für den Kaiserhof tätig, für den er ein Positiv fertigte. 1562 wurde er von Maximilian II. nach Prag berufen, wo er 1563/64 mit J. Ebert an der von Friedrich Pfannmüller d. Ä. 1553 begonnenen sog. Kaiserorgel im St. Veitsdom arbeitete, die schließlich von J. Rudner d. J. vollendet wurde. C. Lython soll mit Sch. in brieflichen Kontakt gestanden haben.
Lit: R. Quoika in KmJb 36 (1952); R. Quoika, Die altösterr. Orgel der späten Gotik, der Renaissance u. des Barock 1953, 12 u. 16; MGG 10 (1962) [Pfannmüller, Prag]; LdM 2000 [Pfannmüller, Prag]; Pass 1980; MGÖ 1 (1995).
ChF