Studierte 1948–51 am Wiener Max Reinhardt Seminar sowie Jus an der Wiener Univ. (1. Staatsprüfung). Spielte zunächst in Kellertheatern, 1952 am Wiener Volkstheater und Theater am Parkring, 1955 Schauspieler und Regisseur am Theater in der Josefstadt, danach in Düsseldorf/D. 1957 erfolgreicher Beginn als Opernregisseur mit der Zauberflöte am Salzburger Landestheater. 1963 Direktor des Theaters am Gärtnerplatz München/D, 1965 Oberregisseur an der Wiener Staatsoper, als Schauspieler und Regisseur auch am Wiener Burgtheater, bei den Salzburger Festspielen (1986–88 auch Direktoriumsmitglied) und am Theater in der Josefstadt (hier 1988–97 Leitung gemeinsam mit Robert Jungbluth). Seine Produktionen sind im Unterschied etwa zu den zeitgemäß-politischen Interpretationen von Götz Friedrich oder H. Kupfer mehr der historischen Detailtreue verpflichtet. Sch. tritt auch als Rezitator, Interpret von Wienerliedern, Kabarettist, Film- und Fernsehschauspieler hervor.
P: Kammerschauspieler; Prof.-Titel; Ehrenmitglied der Wr. Staatsoper 1980 (als erster Nicht-Musiker); Nestroy-Ring 1991; Bayerischer Filmpreis 1993; Großes Goldenes Ehrenzeichen f. Verdienste um die Republik Österreich 1994; Karl-Valentin-Orden 1995; Ehrenring der Stadt Wien 1997; Nestroy-Theaterpreis f. sein Lebenswerk 2000.
Schr: (Hg.), Sachen zum Lachen 1992; Garantiert zum Lachen 2003; gem. m. H. Lohner, Lacherfolge. Die besten Sketche aus fünf Jahrzehnten 2005.
Lit: M. Horowitz, O. Sch. 1995; NGroveDO 4 (1992); NGroveD 22 (2001); Kosch 3 (1992); ÖL 1995; Ackerl/Weissensteiner 1992; Riemann 1975; Who is who in Öst. 1997; International Who’s Who in Music 1990/91; F-A 1978; Slg. Moißl.
BB