Ab 1967 Violin- und Gitarreunterricht, komponierte ab 1972, lernte Tonsatz am Konservatorium der Stadt Wien, trat 1975 erstmals als Komponist auf, studierte 1976–80 an der Wiener Univ. Musikwissenschaft (ohne Abschluss) und an der Wiener MHsch. u. a. Komposition bei E. Urbanner sowie Dirigieren bei O. Suitner (Diplom 1980). 1978–80 unterrichtete Sch. an der Volkshochschule Wien, seit 1981 am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt am Main/D (Dozent für Musiktheorie). 1982–85 hatte er auch einen Lehrauftrag an der Univ. Mainz/D, seit 1987 leitete er zudem die Frankfurter Kurse für Neue Musik zusammen mit Claus Kühnl). Gastvorlesungen hielt er in Deutschland, Österreich und Belgien. Opern und Orchesterwerke standen im Mittelpunkt seines kompositorischen Schaffens, wobei er mit ungewöhnlichen Besetzungen experimentierte, oft auch unter Einbeziehung von Jazzelementen, und eine sehr persönlich ausgeprägte musikalische Handschrift zeigte. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1980 mit dem Oratorium Der Großinquisitor. Seine Kinderoper Der Schweinehirt war in Dresden/D, München/D, Wien, Moskau und Frankfurt erfolgreich. Weitere Bühnenwerke erlebten ihre UA in Salzburg, wo er seit 1990 Composer in residence war (vier Aufträge für Bühnenwerke). Sch., der sich selbst zur Gruppe der „Jungen Wilden“ zählte, sein Komponieren als persönlich-emotionelle und dramatische, dennoch intellektuelle Handlung bezeichnete, wollte in seiner Musik sowohl „das zarte Rauschen der Stille“ wie „die großen, wilden, pathetischen Gesten“ darstellen.
G: Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
P: Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung u. Arbeitsstipendium der Stadt Wien 1979; Würdigungspreis des Bundesministeriums f. Wissenschaft u. Forschung sowie Staatsstipendium f. Komposition des Bundesministeriums f. Unterricht u. Kunst 1981; Förderungspreis der Stadt Wien 1982; Förderungspreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst u. Sport u. Sonderpreis der Wiener Symphoniker 1984; mehrere Preise bei Kompositionswettbewerben u. a. in Wien u. Dresden/D.
W: Te Deum 1984/85; Magnificat 1982; szenisches Oratorium Der Großinquisitor (T: nach Fjodor M. Dostojewski) 1980; Bühnenwerke (Triptychon 1990; Glaube Liebe Hoffnung [T: nach Ödön v. Horvath] 1991/2; … fremd bin ich eingezogen… 1996; Julie & Jean [T: nach August Strindberg] 1999, UA 2003); Kinder- u. Jugendopern (Der Schweinehirt [T: nach Hans Christian Andersen] 1980; Riesen, Zwerge, Menschenfresser [T: H. Vogg nach Oscar Wilde] 2000); 3 Symphonien u. a. Orchesterwerke; Kammermusik, z. T. mit Gesang; seit 1981 fast alle im Verlag Doblinger erschienen.
Schr: Aufsätze.
Lit: MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1994 [mit WV]; DBEM 2003; Czeike 6 (2004); NGroveD 22 (2001) [mit WV]; M. Angerer in Noema 1 (1985), Nr. 2; G. Scholz (Hg.), Österr. Musik der Gegenwart 1993; Personenlex. Öst. 2001; Brockhaus Riemann 1995; F. Endler in Die Presse 24.3.1983; MGÖ 3 (1995); www.doblinger-musikverlag.at/pdf_ausgaben/werksverzeichnisse/wv_SCHEDL.pdf (6/2005).
UH