Der Sohn des Musikers Franz V. erhielt ab dem 5. Lebensjahr Klavierunterricht. Er studierte 1946–51 Musikwissenschaft (bei E. Schenk) und Germanistik an der Univ. Wien. Danach war er bis 1957 Musikkritiker der Wiener Tageszeitung Neues Österreich und 1951–88 Lektor und Verlagsleiter beim Musikverlag Doblinger (Schwerpunkt zeitgenössische österreichische Komponisten und Reihe Alter Musik Diletto musicale). 1979–2002 war er Geschäftsführer des Musikwissenschaftlichen Verlages Wien . Er verfasste auch Libretti für Opern und Chorwerke sowie Chanson- und Kabarett-Texte.
P: Silbernes Ehrenzeichen f. Verdienste um die Republik Österreich 1971; Prof.-Titel 1976; Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 1977; Ehrennadel des Österr. Komponistenbundes 1978; päpstlicher Gregorius-Orden 1989.
W: Hast brav dei’ Aufgab’ g’macht; Tun ma uns nix an; unter Pseud. Kurt Herbert: Aber Hausknecht, mei Peitsch’n; 17 Kellner müssen kommen. – Zahlreiche Libretti u. Texte.
Schr: Franz Tuma (1704–1774) als Instrumentalkomponist, nebst Beiträgen zur Wr. Musikgesch. des 18. Jh.s, Diss. Wien 1951; [Fs.] 1876–1976. 100 Jahre Musikverlag Doblinger 1976; Bilder einer Einstellung. Texte für Musik 2003.
Lit: Lang 1986; Who is who in Öst. 1997; F-A 2 (1978); ÖMZ 26 (1971), 723, 43 (1988), 343 u. 44 (1989), 649.
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