Erhielt ersten Klavierunterricht von seiner Mutter, einer ausgezeichneten Pianistin. In St. Petersburg/RUS spielte er A. Rubinstein vor, auf dessen Empfehlung er 1879–81 Schüler von Nikolai Rubinstein am Konservatorium in Moskau wurde. 1884/85 folgte ein weiteres Studium bei F. Liszt in Weimar/D. S.s Weltkarriere als Virtuose begann 1882. Ausgedehnte Konzerttourneen führten ihn durch ganz Europa sowie bis in die USA und verhalfen ihm zu Weltruhm. 1890 konzertierte er erstmals mit den Wiener Philharmonikern , zehn Jahre später sollte ihm die Stadt zur zweiten Heimat werden. 1901 übernahm er die Leitung der Meisterschule für Klavier am Konservatorium für Musik der GdM in Wien (ab 1909 Akademie für Musik und darstellende Kunst). Er führte diese bis 1907 fort, übernahm 1914–21 und 1931–38 abermals deren Leitung. Nach Auflassung der Meisterschule 1938 unterrichtete er bis zu seinem Tod als Lehrer für Klavier an der MAkad. bzw. Reichshochschule. Er gilt als einer der letzten Repräsentanten der Schule F. Liszts.
G: S.gasse (Wien XIV).
P: Zahlreiche internationale Titel, Orden und Ehrenzeichen, darunter in Österreich: Ehrenmitglied der GdM 1912; Ritter der Eisernen Krone III. Klasse 1917, Ritterkreuz des Franz-Josef-Ordens, Hofrat 1921, Bürger der Stadt Wien 1930; Großes Ehrenzeichen f. Verdienste um die Republik 1933, Komturkreuz I. Klasse des Österr. Verdienstordens 1937.
W: Klavierkonzerte, Klaviersonaten, Konzertetüden, Klavierstücke; Lieder.
Schr: Hg. klavierpädagogischer Literatur; Autobiographie Meine Welt. Bilder aus dem Geheimfache meiner Kunst und meines Lebens 1901.
Lit: ÖBL 9 (1988); Czeike 5 (1997); NGroveD 22 (2001); Riemann 1961; H. Scholz-Michelitsch in StMw 64 (1998); W. Niemann, Meister des Klaviers 1919.
LH