Sohn des Lauten- und Theorbenvirtuosen Jacques-Lucas de Saint Luc und der Isabelle La Grené. Ebenso wie sein Vater trat J.-A. für kurze Zeit als Lautenist der „Chambre du Roi“ in den Dienst des frz. Königs Ludwig XIV. 1700 reiste er über Berlin, wo er lt. Ernst Gottlieb Baron anlässlich der Hochzeit des Erbprinzen Friedrich von Kassel mit großem Erfolg konzertierte, nach Wien und trat in den Dienst Prinz Eugens von Savoyen. Aus den folgenden Jahren sind von ihm zahlreiche Kompositionen überliefert, die direkten Bezug zu den kriegerischen Taten Prinz Eugens und zu dessen gesellschaftlichem Umfeld aufweisen, so insbesondere zu den Familien Lobkowitz und Questenberg.
W: zum größeren Teil hs. in den Slgn. des Prager Nationalmuseums, der Prager UB und der Musikslg. der ÖNB erhalten, einiges ist bei Estienne Roger und Michel-Charles Le Céne in Amsterdam erschienen.
Lit: E. Maier, Die hs. überlieferten Tabulaturen für Lauteninstrumente des 17. und 18. Jh.s aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek mit dem Wr. Lautenbuch des J. de S. L., Diss. Wien 1972; E. Maier, TMA 8 (1974).
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