Reichshofrat, seit 1696 Graf, ab 1723 geheimer Rat und Kammerherr. Einem ursprünglich kölnischen Stadtgeschlecht entstammend, hatte er an der Prager Jesuitenuniversität studiert (1696) und eine Kavaliersreise nach Deutschland, England, Frankreich und Italien unternommen (1699 in Wien zurück). In Böhmen, Mähren und Niederösterreich reich begütert, ist er als besonderer Musikfreund und Förderer der Künste (Mäzen) in Mähren bekannt. 1743 ließ er das Schloss Jarmeritz nach Versailler Muster ausbauen und mit einem Theater und Musikaltan versehen und hielt eine eigene, auch in Wien auftretende Schlosskapelle (unter F. W. Mica). 1724 wirkte er als Theorbist (Lautenmusik) in der denkwürdigen Aufführung der Oper Euristeo von A. Caldara mit (J. B. Pergen), auch von Ernst Gottlieb Baron wird er 1727 als Lautenist erwähnt. Auch seine zweite Frau (Maria Antonie, geb. Kaunitz) und seine Kinder aus erster Ehe (mit Maria Franziska, geb. Truchseß und Walburg) betätigten sich selbst musikalisch. Tochter Maria Charlotte war eine Schülerin Got. Muffats und wurde als Cembalistin porträtiert, deren vermutlicher Bruder Hermann Frh. v. Qu. ließ sich 1728 als Lautenvirtuose malen.
W: Menuet im Lautenbuch des Grafen Werdenberg (1713; Rajhrad; HAM A 13 268).
Lit: LdM 2000; A. Koczirz in StMw 4 (1918); Wurzbach 24 (1872); V. Helfert, Hudební barokna čechých zámách [Musikbarock auf tschechischen Schlössern] 1916; J. Tichota in Acta Universitatis Carolinae – Philosophica et Historica 2 (1965); L. R. v. Köchel, Johann Josef Fux 1872; E. G. Baron, Historisch-theoretische und praktische Untersuchung des Instruments der Lauten 1727.
RF