Studierte 1921–25 an der Wiener MAkad. (bei R. Stöhr, Kontrapunkt bei F. Schmidt) und privat Klavier bei R. Robert. 1925–31 setzte er seine Ausbildung privat bei Darius Milhaud in Paris fort. Danach beendete er an der Univ. Wien sein Jus-Studium (Dr. 1933). Ab 1936 leitete er mit F. Wildgans die von P. A. Pisk gegründete Konzertreihe Musik der Gegenwart. 1938 emigrierte er nach Frankreich, 1942 nach Mexiko (Exil). Dort wirkte R. als Korrepetitor an der Mexico City Opera (mit C. Alwin), als Chorleiter und Liedbegleiter. Er war Vorstandsmitglied im Heine-Club und dirigierte eigene Werke. 1947 kehrte er nach Wien zurück, wo er als Musikkritiker der Volksstimme (1948–69), ehrenamtlicher Sekretär des Österreichischen Komponistenbundes (1948–65) und freischaffend tätig war. 1974–78 war R. Präsident des Internationalen Komponistenrates (CISAC, Paris; Urheberrecht), 1975–84 Präsident der Gesellschaft der Autoren, Komponisten, Musikverleger . Sein unkonventioneller Stil war anfangs von der „Groupe des Six“ und den Russen beeinflusst.
P: Staatlicher Förderungspreis 1959; Förderungspreise der Theodor-Körner-Stiftung 1961 u. 1965; Prof.-Titel 1964; Preis der Stadt Wien 1969; Großer Österr. Staatspreis 1970; Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 1974; Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1985; Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold 1986.
W: komische Oper Kleider machen Leute [nach Gottfried Keller] UA 1973; Bühnenmusiken; Orchesterwerke (10 Symphonien, Konzerte); Vokal- u. Chorwerke (O ihr Menschen. Ein Heiligenstädter Psalm f. Bariton, gemischten Chor u. Orch. 1977); Kammermusik; Liederzyklen. – (Hg.), 100 Kampf- und Volkslieder 1952.
Schr: Beiträge u. a. in ÖMZ u. Österr. Autorenzeitung.
Lit: NGroveD 21 (2001); H. Krones, M. R. 1975; Orpheus im Exil 1995; Goertz 1994; Czeike 5 (1997); Riemann 1961 u. 1975; MGG 11 (1963); MaÖ 1997; DBEM 2003; ÖL 1995; MGÖ 3 (1995). – Nachlass: A-Wgm u. A-Wn.
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