Gegründet 1870 von Leopold Buchholz als Niederlassung der in Troppau (Opava/CZ) ansässigen Firma Buchholz und Diebel mit Verlag, Sortiment und Leihanstalt; 1873 übersiedelt in die Bräunerstraße (Wien I). Sortiment und Leihanstalt gingen 1873 in den Besitz von Ferdinand Rebay sen. (F. Rebay jun) und Wilhelm Stenzl über, der Verlag blieb zunächst bei Buchholz und Diebel. Adolf Robitschek (* 1853 Neutitschein/Mähren [Nový Jičín/CZ], Sohn eines Tuchfabrikanten) trat nach dem Ausscheiden von Stenzl am 27.9.1873 in die Firma ein und konnte 1883 auch den Verlag erwerben. Er gab v. a. österreichische Komponisten heraus, insgesamt bis 1909 4500 Verlagswerke. 1893 Erwerb der Musikalienhandlung Rudolf Bussjäger, vormals A. Bösendorfer, in der Herrengasse, spätere Verlegungen des Geschäftes an die Adressen Graben 21 und Graben 14 (Ecke Bräunerstraße). 1907 Übernahme der Auslieferung für die Universal Edition für Österreich-Ungarn, Italien und die Balkanstaaten. Ernennung zum K. u. k. Hoflieferanten mit einem speziellen Verkaufstag pro Woche für den Hof, an dem das Geschäft dem allgemeinen Publikum verschlossen blieb. R. verstarb 1934 in Wien, die Firma, nach wie vor im Familienbesitz, befindet sich heute in der Bräunerstraße 2. Hauptschwerpunkte der Verlagstätigkeit liegen (2005) auf den Gebieten Chormusik und Wienerlied.
Lit: J. Klamár/M. Waldstein, K. u. K. Hoflieferanten Wiens 2001; Riemann 1975; pers. Mitt. der Geschäftsführerin Hedda Löffler.
RW