Studierte Jus in München/D, Berlin und Halle a. d. Saale/D (Dr. 1934) und besuchte das Konservatorium sowie eine Schauspielschule in München; Studienaufenthalt in Argentinien. Danach arbeitete er kurz bei einer Berliner Filmgesellschaft, 1935 wurde er Regieassistent von W. Felsenstein an der Oper in Frankfurt am Main/D. Ab 1937 Engagement als Opern- und Operettenregisseur in Wuppertal/D und ab 1939 als Oberspielleiter in Mainz/D. 1939–42 Oberspielleiter an der Oper in Königsberg (Kaliningrad/RUS), anschließend am Deutschen Opernhaus in Berlin; 1945 in München. 1946–56 war R. Direktor der Staatsoper in Hamburg/D, seit 1956 wirkte er als freier Regisseur und inszenierte u. a. in München, Stuttgart/D, Glyndebourne/GB (1959–67 Festival-Oberspielleiter), Wien, Salzburg (bei den Festspielen 1947 Inszenierung der UA von G. v. Einems Oper Dantons Tod), London, Mailand/I, Neapel/I, New York/USA und Buenos Aires. 1967–77 bekleidete er das Amt des Staatsintendanten der Bayerischen Staatsoper und war ab 1973 auch Prof. für Opernregie und -dramaturgie an der MHsch. München.
P: Brahms-Medaille Hamburg 1958; Großes Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1972; Bayerischer Verdienstorden 1973; Mitglied der Akad. der Künste Berlin.
Schr: Opernarbeit. Inszenierungen 1963–1973. Werkstattbericht, Interpretation, Bilddokumente 1974; Übersetzungen v. Opern v. G. Rossini u. G. Puccini.
Wolfgang Ludwig Colòn: * 1.4.1922 Köln/D. Dirigent und Komponist. Studierte 1940–42 und 1945–47 am Salzburger Mozarteum Dirigieren und Komposition bei C. Krauss bzw. J. N. David und war 1947–50 Korrepetitor am Opernhaus in Düsseldorf/D. 1950–53 Kapellmeister am Stadttheater in Kiel/D, 1953–67 1. Dirigent und stellvertretender Generalmusikdirektor am Opernhaus in Frankfurt a. M., 1967–71 Chefdirigent am Gärtnerplatz-Theater in München; 1971–80 Dirigent an der Berliner Staatsoper sowie 1980–85 Generalmusikdirektor in Mannheim/D. Gastdirigate auch an der Wiener Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen .
W: Bühnen- u. Hörspielmusiken.
Lit: DBEM 2003; NDB 21 (2003); NGroveD 21 (2001); Personenlex. Öst. 2001; Baker 1984; Die Presse 1.8.1978; Kurier 1.8.1978; E. Werba in ÖMZ 33/9 (1978); Riemann 1975; Kosch 3 (1992); F-A 2 (1978); Kürschner 1954; Ulrich 1997.
ChF