Studium am Wiener Konservatorium der GdM bei J. M. Grün, 1891 Abschluss, weiterführendes Studium bei Martin Pierre Joseph Marsick in Paris. 1896 Übersiedlung nach Frankfurt am Main/D, hier Konzertmeister der Frankfurter Oper und Mitglied des Museumsquartetts. Ab 1904 Prof. für Violine am Hochschen Konservatorium. Primgeiger des nach ihm benannten erfolgreichen Streichquartetts, bis 1921 mit Paul Hindemith an der Viola. 1934 Emigration (Exil) nach Wien, 1938 in die USA, 1950 Rückkehr nach Österreich, lebte zuletzt in Baden-Baden. Sein Sohn
Wolfgang Edward: * 20.12.1910 Frankfurt a. M., † 26.1.1993 München?. Pianist, Komponist, Dirigent. Student am Hochschen Konservatorium in Frankfurt a. M. und an der MHsch. in Berlin u. a. bei Arthur Schnabel, Leonid Kreutzer (Klavier) sowie P. Hindemith (Komposition). Tätigkeit als Dirigent, 1935–37 als Klavierbegleiter von E. Steuermann Konzertreisen in die USA, Ostasien und Südamerika, 1939 Emigration in die USA. 1955 Rückkehr nach Deutschland.
W: Proverbia f. Chor u. Orch. 1952, Soirée passionelle f. Kl. u. Orch. 1954, Flötentöne f. Fl. u. Orch. 1955, Virtuose Legende f. Va. u. Orch. 1955, Suiten (Persönliche Noten 1961, Aus Südamerika 1964), Ouvertüre Allerlei Brimborium 1960; Kammermusik; Hörspielmusik.
Lit: Orpheus im Exil 1995; Riemann 1961 u. 1975; DBEM 2003; Müller-Asow 1929.
MK