An der Ballettschule der Hofoper ausgebildet, wurde R. 1914 Mitglied des Ballettensembles der Wiener Hofoper, 1924–33 war sie Solotänzerin der Wiener Staatsoper. Zu ihren wichtigsten Rollenkreationen gehören Partien in Balletten von H. Kröller, Sascha Leontjew und G. Wiesenthal. In dieser Zeit gab R. auch eigene Tanzabende. Neben ihrer Tätigkeit als Pädagogin (1938–52 an der Wiener MAkad.) war sie auch volksbildnerisch tätig. Zunächst „Haustänzerin“ der Urania, wandte sie sich in der Folge insbesondere der Aufarbeitung der Wiener Tanzgeschichte (Tanzforschung) zu. R. war Korrespondentin verschiedener ausländischer Tanzzeitschriften (Der Tanz, Das Tanzarchiv). 1960 stiftete sie den „Fanny-Elßler-Ring“, der an die jeweils führende Tänzerin „wienerischer Note“ des Wiener Staatsopernballetts vergeben werden soll.
P: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 1979; Österr. Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 1989.
Schr: Fanny Elßler. Eine Weltfaszination 1962; Biographischer Index des Wr. Opernballetts von 1631 bis zur Gegenwart 1994.
Lit: G. Schüller/A. Oberzaucher in Tanzbll. 3/19 (1978/79); C. Prieler, R. R. Zeitzeugin einer Tanzepoche, Dipl.arb. Wien 1993; Czeike 6 (2004); Raab 1994.
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