Ausgebildet an der Ballettschule der Wiener Hofoper, wurde sie 1915 Mitglied des Hofopernballetts und avancierte 1920 zur Solotänzerin. 1936–45 war sie Solomimikerin. Als herausragende Charaktertänzerin und hoheitsvolle Mimikerin trat sie sowohl in der Staatsoper als auch in zahlreichen eigenen Tanzabenden auf, die sie solistisch oder mit Partnern gestaltete. Zu P.s wichtigsten Partien in der Staatsoper gehörten Franz in Coppélia, Sobeide in Scheherazade, Potiphars Weib in Josephs Legende, Prinz Kaffee in Schlagobers, Heinrich in Das lockende Phantom und Isabeau in Joan von Zarissa. Gastspiele gab sie bei den Salzburger Festspielen und in Buenos Aires. P. unterhielt ein eigenes Tanzensemble und choreographierte für Operetten und Spielfilme. Ihre 1928 gegründete Schule wird seit 1965 von dem Tänzer und Pädagogen Jury Tagunoff (* 26.7.1916 Kulebaki/RUS) geleitet.
Lit: A. Amort, Die Gesch. des Balletts der Wr. Staatsoper 1918–1942, Diss. Wien 1981; Raab 1994; www.tanzstudio-tagunoff.at (11/2004).
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