Erhielt ersten Musikunterricht (Orgel) von seinem Vater und absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in Salzburg, als Musiker v. a. Autodidakt. Ab 1906 als Lehrer im Marchfeld tätig, war O. 1909–13 Lehrer und Organist in Groß-Inzersdorf/NÖ. Ab 1913 in Hennersdorf, hier 1919–23 (mit Unterbrechung) Regens chori und ca. 1923–33 auch Kapellmeister des Orchestervereins Harmonie in Siebenhirten (heute Wien XXIII). 1918/19 Mitbesitzer des Währinger Bürgerkinos (Wien XVIII, Gentzgasse 119), während dieser Zeit rege Tätigkeit als Arrangeur von Filmmusik für Stummfilme. 1924–34 Bürgermeister von Hennersdorf und 1930–45 Oberlehrer. Von seinen Werken erschienen einige auch im Druck (Die Hirten an Christkindleins Krippe op. 6).
G: Rudolf Österle-Gasse (Hennersdorf).
W: Missa Sancti Andreae, Märsche, Lieder (Marien-, Heurigen- u. Wienerlieder), Klavierstücke; zahlreiche Bearbeitungen u. Arrangements (u. a. Werke von W. A. Mozart, P. A. Niedrist, J. Gruber).
Lit: Ch. Fastl, „Der Gefertigte versieht seit 1. Dezember 1920 den Chordienst an der hiesigen Pfarrkirche…“, Dipl.arb. Wien 2000 [mit WV]; Ch. Fastl in Unsere Heimat 74/4 (2003) [mit WV]; Ch. Fastl in Heimatkundliche Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Mödling 37/3 (2001); Ch. Fastl, „Waldigen Hang, grünendes Tal durchtön’ dt. Sang mit mächtigem Schall!“, Diss. Wien 2003; Erhart 2002.
ChF