Wird als „junger Kieler Prof.“ und als „Hamburger Jurist“, schließlich (1731) auch als „weimarischer Archivar“ bezeichnet. Gab Berichte über das Wiener Musikleben 1660 wieder, u. a. über die Verwendung der Sonata da camera (Sonate) am Wiener Hof (MGÖ), v. a. bei Mahlzeiten, und über die Kirchenmusik im Wiener Nonnenkloster St. Jakob, wo „40 bis 50 Nonnen, meistens fürstlichen, gräflichen und herrlichen Standes musizierten“, sowohl vokal als auch instrumental, unterrichtet von „kaiserlichen und erzherzoglichen Musikanten“. Als besonderes Ereignis hebt M. das Friedensfest (Österreich, Schweden und Polen betreffend) am 6.6.1660 im Wiener Stephansdom, wobei sechs Instrumentengruppen („Dulciane, Teorben, Lauten, Flöten, Heerpauken, gemeinen Trommeln und Querpfeifen“) sowie zwei Chöre beteiligt waren (Kralik). Näheres über ihn ist nicht bekannt.
Schr: Entdecktes Staats-Cabinet 1714–17.
Lit: R. v. Kralik in Musica Divina 3 (1915), 222; MGÖ 1 (1995).
UH