Nach seinem Studium in Wien (1928 Diplomkaufmann) war er unter dem Namen C. M. als Schauspieler und Conférencier tätig. Ab 1932 gilt er als einer der maßgebenden Initiatoren der Wiener Kleinkunstbühnen, spielte und textete 1933–35 im Kabarett Literatur am Naschmarkt. Nach dessen Verbot 1938 spielte er an verschiedenen österreichischen und deutschen Bühnen, verbrachte wegen Kritik am Nationalsozialismus einige Zeit in Haft. Nach Kriegsende arbeitete er im Lieben Augustin, übernahm 1946/47 bis zur Rückkehr von S. Kadmon dessen Leitung und wurde dabei auf den Nachwuchskabarettisten H. Qualtinger aufmerksam. 1952–61 Mitarbeit bei den Kabaretts von G. Bronner und Qualtinger, für die er Texte, Dialoge und Sketches verfasste und auch als Conférencier und Darsteller wirkte. In dieser Zeit entstanden in Zusammenarbeit mit Qualtinger die „Travnicek-Dialoge“ und die TV-Produktion „Der Herr Karl“. Mit Qualtinger verfasste M. ab 1955 knapp zehn Jahre lang die samstägliche Kolumne „Blattl vor’m Mund“ für die Tageszeitung Kurier. Nach der Auflösung der Gruppe betätigte er sich als Autor von Theaterstücken, verfasste zahlreiche Romane und Gedichte, schrieb Drehbücher und arbeitete für Rundfunk und Fernsehen.
Schr: Theatersatiren, Romane, Gedichte, Drehbücher.
Lit: S. Gleitmann, C. M. Diss. Wien 1987; Fink 2000; Czeike 4 (1995); W. Rösler (Hg.), Gehn ma halt a bisserl unter. Kabarett in Wien von den Anfängen bis heute 1991; ÖL 1995.
MK