1919–22 Ausbildung als Schauspielerin an der MAkad. Wien. Zunächst Auftritte als Schauspielerin in Linz und Mährisch-Ostrau (Moravská Třebová/CZ). Erfolgreiches Debüt als Chansonette (mit Chansons von F. Grünbaum) im Wiener Etablissement Pavillion, Tourneen durch zahlreiche deutsche Städte folgten. 1931 eröffnete sie nach Vorbild des Berliner Cabarets Katakombe mit dem Lieben Augustin (Kabarett) im Souterrain des Café Prückel (Wien I) die erste politische Kleinkunstbühne in Wien (Hauskomponisten: zunächst F. Spielmann, ab der Saison 1932/33 F. E. Klein, als zweite Pianisten assistierten abwechselnd die Brüder Gustav und Oskar Heintze), deren Leitung sie bis 1938 innehatte. Nach den Exiljahren 1938–47 in Palästina übernahm sie die Leitung der Bühne neuerlich. Nach vier Programmen in Anknüpfung an die Tradition der 1930er Jahre wandelte sie die Kleinkunst- in eine zeitkritisch engagierte Schauspielbühne um (1948 Namensänderung in Theater der Courage), die sie bis zu ihrer Schließung 1981 leitete.
P: Silberne Ehrenmedaille der Stadt Wien 1968; Prof.-Titel 1981; Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 1982.
G: Gedenktafel am Haus Franz-Josefs-Kai 23 (Wien I).
Lit: H. Mandl, Cabaret und Courage. S. K. 1993; www.univie.ac.at/biografiA/daten/text/bio/Kadmon.htm; Czeike 3 (1994); Fink 2001; H. Kratzer, Die großen Österreicherinnen 2001; R. WagnerHeimat bist du großer Töchter 21996; Ackerl-Weissensteiner 1992; Personenlex. Öst. 2001; H. Veigl, Lachen im Keller. Kabarett und Kleinkunst in Wien 1986; ÖL 1995; Teilnachlass Jüdisches Museum, Wien.
MK