Martin, Gottfried
* 26.11.1944 Wien. Bratschist, bildender Künstler, Komponist.

Studierte Violine und Viola an der Wiener MHsch. und betrieb private Studien in Malerei, Graphik und Bildhauerei. Ab 1963 im Junioren-Orchester der Wiener Staatsoper, 1966–70 im Orchester der Volksoper, seit 1970 Bratschist im Staatsopernorchester und seit 1974 Mitglied der Wiener Philharmoniker. 1980–84 Studium der Elektroakustik an der Wiener MHsch. und 1981–85 der Mikroprozessortechnik an der TU Wien. Studienreisen führten ihn v. a. nach Asien, 1984–89 war er Initiator und Organisator des Internationalen Symposiums für elektronische Musik in Wien (Acustica). 1984 auch Gründungsmitglied der Gesellschaft für Elektroakustische Musik und 1985–88 deren Präsident. M., der als bildender Künstler auch in Einzel- und Gruppenausstellungen an die Öffentlichkeit trat, beschäftigte sich ausführlich mit audiovisuellen Medien und versucht in seinen Werken eine Synthese von Klang und Bild zu erreichen.

P: Abgangspreis des BMUK 1971; Goldenes Verdienstkreuz des Landes Salzburg.

W: Werke elektroakustischer Musik und Computermusik (Triptychon, Sternengesang, Synfonia Concret).

Schr: Fachartikel (Zur Situation der Computermusik in ÖMZ 39 [1984]).

Lit: MaÖ 1997; Goertz 1994; Hellsberg 1992.

ChF