Stammte aus einer Tiroler Jodler-Familie. Studierte in Wien bei A. Hromada. 1899 wurde er vom Impresario Bernhard Pollini entdeckt (ein Engagement in Hamburg wurde durch dessen Tod verhindert). Noch im selben Jahr debütierte M. in Mannheim/D. 1904 wurde er von G. Mahler an die Wiener Hofoper verpflichtet. Bis 1942 sang er an der Wiener Staatsoper alle wichtigen (insgesamt 99) Rollen des lyrischen und des Spielfachs. 1950 trat er zum letzten Mal auf. Mitwirkung bei den Salzburger Festspielen (ab 1922, bereits 1906–10 bei den Salzburger Mozart-Festen), Gastspiele in Deutschland, Prag und Brünn.
G: Ehrengrab am Wr. Zentralfriedhof; M.gasse (Wien X).
P: Kammersänger; Ehrenmitglied der Wr. Staatsoper 1941.
Seine Tochter Liselotte: * 26.3.1925 Wien. Sängerin (Sopran). Studierte Ballett und Gesang (bei M. Gerhart) an der Wiener MAkad. 1948–50 war sie in Linz engagiert. Danach kam sie an die Volksoper Wien. 1951 debütierte sie an der Wiener Staatsoper, wo sie bis 1980 auftrat. 1953 und 1960 sang L. M. bei den Salzburger Festspielen. Auch bei Gastspielen und Konzerten war sie erfolgreich.
Lit: K-R 1997, 2000, 2002; Czeike 4 (1995); [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 99; Ackerl/Weissensteiner 1992.
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