Zunächst Sängerknabe im Stift Göttweig, wurde M. jedoch aufgrund mangelnden Talents entlassen und begann danach eine Buchdruckerlehre. 1866 gab er sein erfolgloses Bühnendebüt in einer Posse bei Karl Heinrich Kampf, erst 1876 wurde er in die Gesellschaft von Carl Reder aufgenommen. Letzterer schrieb für ihn die Soloszene Mir geht’s schlecht, durch die M. als Mir geht’s schlecht-M. bekannt wurde. Nach Engagements in Budapest und bei verschiedenen Sängergesellschaften gründete M. mit Otto Krischke in Wien eine eigene Sängergesellschaft, die sehr erfolgreich war und der u. a. E. Guschelbauer und F. Koblassa angehörten. Verheiratet war M. mit der Sängerin M. Walter.
Lit: ÖBL 5 (1972); J. Koller, Das Wr. Volkssängertum in alter und neuer Zeit 1931; WStLA (Biographische Slg.).
ChF