War Mitschüler und Freund von B. Paumgartner am Wiener Theresianum, schon während seiner Gymnasialzeit zeigten sich seine musikalische (Violine und Klavier) sowie musikschriftstellerische Begabung. Jus-Studium an der Univ. Wien (1919 Dr. jur.). Vor und nach dem Ersten Weltkrieg Gesangsunterricht bei F. Haböck und Pollmann in Wien sowie bei H. Francillo-Kaufmann in Berlin; Theoriestudien bei G. Adler und A. Pepöck. 1922 Engagement an der Volksoper Wien, ab 1925 führten ihn Gastspiele nach Deutschland und in die Tschechoslowakei; 1932–38 sang er bei den Salzburger Festspielen, 1939 auch an der Wiener Staatsoper. Zu seinen Lied-Begleitern zählten R. Strauss, W. Kienzl und J. Marx. 1950 beendete L. seine Bühnenkarriere und widmete sich ganz seiner Tätigkeit als Musikschriftsteller. Seit 1924 freier Mitarbeiter der RAVAG bzw. des ORF, bemühte er sich nach 1945 um den Bereich der musikalischen Volksbildung.
P: Prof.-Titel 1959.
Schr: Christa Ludwig. Walter Berry 1968; Wr. Oper – Gemütliches, Kurioses, Intrigantes 1969; Große Pianisten dreier Jhe. 1979; Artikel und Kritiken in der ÖMZ u. versch. Tagesztg.en.
Lit: Czeike 3 (1994); ÖMZ 23 (1968), 95; F-A 2 (1978); E. Werba in ÖMZ 28 (1973) u. 35 (1980); Die Presse 14.2.1980; W. Beetz, Das Wr. Opernhaus 1869–1945, 1949, 70; Slg. Moißl.
ChF