L. erhielt früh Musikunterricht in Roketnitz (Rokytnice/CZ) und trat als Wunderkind auf. Während seiner Gymnasialzeit in Königgrätz (Hrádec Králové/CZ) erhielt er Orgelunterricht von Ignác Haas. Studierte Philosophie und Jus an der Prager und Wiener Univ., widmete sich aber bald ganz der Musik und nahm Kompositionsunterricht bei G. Pasterwiz, J. B. Vanhal und eventuell auch bei Max. Stadler sowie W. A. Mozart (L. widmete ihm 1791 seine Variationen op. 1). Als bekannter und viel reisender Klaviervirtuose stand er zwei Jahre in Diensten des Grafen Adam Teleky, durch dessen Vermittlung er einen Posten am k. k. Geheimen Kammerzahlamt in Wien erhielt, den er bis zu seinem Tod innehatte.
W: Opern und Singspiele, Kammermusik, Klavierwerke (Variationen [s. Abb.], Sonaten), Tänze, Lieder.
Lit: NGroveD 14 (2001); MGG 8 (1960); Riemann 1975; Dlabacz 1815; Wurzbach 15 (1866); GerberNTL 3 (1813/14); Mendel-R. 6 (1876); EitnerQ 6 (1902); Stieger II/2 (1977).
ChF