Studierte 1922–25 bei Max Schneider an der Univ. Breslau/Schlesien (Wrocław/PL), dann in Wien bei G. Adler und R. v. Ficker (1925–28). 1927–33 setzte er seine Studien in Paris fort, war dann Konzertbegleiter und Journalist, bis er 1952 einen Lehrauftrag am Konservatorium der Stadt Wien erhielt. Ab 1958 lehrte L. an der Wiener MAkad., wo er 1972 Prof. wurde. Er verband historische Forschung (Biographien über J. J. Fux, F. Schmidt, J. Marx u. a.) mit geistesgeschichtlichen und ästhetischen Konzepten (wie dem Begriff der „Umdeutung“).
Schr: Die Grundelemente der Harmonik in der Musik von Claude Debussy, Diss. Wien 1928; Claude Debussy, 2 Bde., 1936; J. Marx. Leben u. Werk 1943; J. J. Fux 1947; F. Schmidt. Leben u. Schaffen 1951; J. M. Vogl 1954; C. Orff. Idee u. Werk 1955; Fuxiana 1958; Protuberanzen I: Zur Theorie der Musikgeschichte 1970; Die Musik des Abendlandes im geistigen Gefälle der Epochen 1970; Der Weg nach innen 1973. – Ausg.: J. J. Fux, 2 Kirchensonaten a tre [gem. m. J. Mertin] 1941, Missa Sancti Joannis 1957.
Lit: NGroveD 14 (2001); MGG 8 (1960); Riemann 1961 u. 1975; Czeike 4 (1995); F-A 1936; MGÖ 3 (1995); Nachlass: WStLB.
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