Leitgeb (Leutgeb),JosephIgnaz
* 8.10.1732 Wien, † 27.2.1811 Wien. Hornist.

Lt. J. C. Ditters v. Dittersdorf (Lebensbeschreibung) war L. in den frühen 1750er Jahren Hornvirtuose beim Prinzen Hildburghausen in Wien, 1761–63 konzertierte er im Burgtheater (darunter vermutlich J. Haydns Hornkonzert Hob. VIId:3, das für L. geschrieben worden sein dürfte). Nach einer kurzzeitigen Anstellung bei der Familie Esterházy 1763 wurde er Hornist in der Salzburger fürsterzbischöflichen Kapelle. Konzertreisen führten ihn u. a. nach Frankfurt a. M./D, Paris, Wien und Italien. 1777 kehrte L. nach Wien zurück, wo er eine Käsehandlung geerbt hatte. Finanziell wurde er von L. Mozart unterstützt. In den vom befreundeten W. A. Mozart 1780–90 für L. komponierten Konzerten (KV 417, 495, 412/386b [514]) – dazu vermutlich auch das Quintett KV 407/386c – wird L.s Meisterschaft deutlich. Seit 1792 trat L. anscheinend nicht mehr als Hornist an die Öffentlichkeit. – J. L. ist nicht zu verwechseln mit Franz Anton L. (1747–1812), der vermutlich als unbekannter „grauer Bote“ im Auftrag des Grafen Walsegg bei W. A. Mozart das Requiem KV 626 bestellte.

Lit: NGroveD 14 (2001) [Leutgeb]; E. Schenk, Mozart 21975 [Leutgeb] u. a. Mozart-Lit.; MGÖ 2 (1995).

UH