Laszky, Béla
* 3.6.1867 Nyitra/Ungarn (Nitra/SK), † 2. [Riemann, F-A: 1.] 11.1935 Wien. Komponist, Pianist, Kapellmeister.

Studium am Wiener Konservatorium (bei A. Bruckner, R. Fuchs), danach Kapellmeister in Innsbruck und Czernowitz/Bukowina (Černivci/UA). Freischaffender Komponist in Berlin, wandte sich der Unterhaltungsmusik zu, als Nachfolger von O. Straus im Kabarett Überbrettl tätig. Über München (Verbindung mit Frank Wedekind) Rückkehr nach Wien, hier 1906–10 Komponist und Pianist im neu gegründeten Kabarett Hölle. 1911 Heirat mit der Sängerin Mela Mars († 1919), für die er zahlreiche Chansons (häufig nach Texten von F. Löhner) schrieb. Es folgten gemeinsame Auftritte in verschiedenen Wiener Etablissements (Kabarett Simpl, Fledermaus ), Tourneen durch ganz Europa, in die USA, nach Kuba und Mexiko. Nach dem Tod seiner Frau versuchte L., die Erfolge mit anderen Interpretinnen fortzusetzen, darunter M. Günther und seine Tochter Fifi Mars.

G: B.-L.-Gasse (Wien XXII).

W: Operetten (Drei kleine Mädel 1908 [T: Julius Wilhelm], Amor im Panoptikum 1907/15 [T: R. Bodanzky], Elektra 1909 [T: J. Brammer u. A. Grünwald], Georgette 1910 [T: J. Brammer u. A. Grünwald], Die schlaue Komtesse 1910 [T: Wilhelm Sterk], Brigantino 1915 [T: F. Grünbaum], Lady excentrique 1912 [T: Alexander Ziegler u. Fritz Telmann], Die Blume von Tokio 1919 [T: J. Wilhelm], Die Laune einer Nacht 1926 [T: Adolf Schütz u. Karl Breuer]); Puppenspiele; über 1.000 Chansons (Auto und Equipage, Klassische Abenteuer, Das große Los, Schlummerlied für Ehemänner, Abbé und Gräfin, Mops und Windhund, Die Sternentaler, Eine wird kommen, Wenn die Palmkatzerl blüh’n, Margarethchen, Juliska, Die Legende von Wien, Das heiße Herz); Wienerlieder (Auf einem Bankerl in Rodaun).

Lit: Lang 1986; Radio Wien 11/29 (1934/35), 4f; Riemann 1975; Czeike 1 (1992); F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1928; MiÖ 1989; F-A 2 (1978); F. Hadamowsky/H. Otte, Die Wr. Operette 1947; Stieger II/2 (1975).

MK