Studierte an der Univ. Wien Germanistik und an der Wiener MAkad. Komposition (bei E. Tittel, A. Uhl, O. Steinbauer), legte 1955 die Lehramtsprüfung und 1961 die Reifeprüfung in Komposition ab. K. unterrichtete ab 1957 am Theresianum in Wien, ab 1962 an der Wiener MAkad. (Musikpädagogik). 1980–95 war er dort Prof. für Tonsatz. Er bezeichnete sich selbst als „Grenzgänger-Komponist zwischen den ,Fronten'“, verwendete Elemente der Spätromantik (Romantik), des Impressionismus, von Dodekaphonie (Zwölftontechnik), Jazz und Avantgarde. Er bemühte sich auch um eine Synthese von sog. Ernster und Unterhaltungsmusik. Zu seinen Schülern zählen M. Amann, H. Heher, W. Nening. Als Arrangeur verwendete K. das Pseud. Heinz Krato, als Lyriker Heinrich Krato; vertonte häufig eigene Texte.
P: Förderungspreise (Theodor-Körner Stiftung 1966, Stadt Wien 1968); erste Preise bei versch. Kompositionswettbewerben; Musikpreis der Stadt Wien 1987; Würdigungspreis des Landes Niederösterreich 1988.
W: Messen u. a. geistliche Werke; Kammeroratorium Die Erschaffung der Welt 1985; Passion nach dem Matthäus- u. Lukasevangelium 1991; Kirchenoper Franziskus 1987 (T: H. Vogg); Singspiel Der betrogene Kaiser 1961; Ballett Orpheus 1969; Kammeroper Orpheus 1993; symphonische Werke; Konzerte; Kammermusik; Klavier- u. Orgelstücke; Kantaten (Märchen-Kantate Hänsel u. Gretel 1957; Orpheus 1960; Muspilli/Der Weltenbrand 1965 u. neu: 1987; Türkenkantate 1968); Chöre; Lieder.
Schr: zahlreiche Aufsätze, meist über das Thema Musikerziehung, in österr. Zss. (Komponist u. Musikerzieher, ÖMZ, Musikerziehung).
Lit: MaÖ 1997 [mit WV u. Schr-Verz.]; G. Brosche (Hg.), [Kat.] Musikalische Dokumentation H. K. 1995; Goertz 1979 u. 1994; Who is who in Öst. 1997.
UH