Obwohl J. schon als Kind Musikunterricht (Geige und Klavier) erhielt, fand seine Ausbildung zum Komponisten weitgehend autodidaktisch statt. Wesentliche Impulse erhielt er durch A. Schönberg (Schüler in der Schwarzwald-Schule 1918/19) und seinen Kreis (v. a. Alban Berg 1918/19) bzw. später durch Fr. Schmidt an der MAkad. Wien, an der J. 1920–22 einen Kapellmeister- und Tonsatzlehrgang besuchte. Da J. aus bescheidenen Verhältnissen stammte (der Vater war Arbeiter und starb bereits 1917), musste er als Unterhaltungsmusiker seinen Lebensunterhalt verdienen (Kino- und Barpianist). Mit Konsequenz trennte J. seine „seriösen“ Kompositionen, die, vorwiegend dodekaphonisch gehalten (Zwölftontechnik), unter seinem Namen erscheinen, von den zahlreichen (und erfolgreichen) Filmmusiken, für die er das Pseudonym Hanns Elin verwendete. Ab 1958 bis zu seinem Tod unterrichtete J. Komposition an der MAkad. Wien (ab 1960 ao. Prof. ab 1965 o. Prof.). J.s. erste Werke richten sich noch an dem Vorbild der Symphonik des 19. Jh.s. aus, doch wandte sich J. spätestens ab 1931 der Dodekaphonie zu. V. a. nach 1945 begründete J., der sich während des Krieges intensiv mit dem Werk Schönbergs beschäftig hatte, gemeinsam mit H. E. Apostel den Wiener Zweig der Komposition nach Schönbergs Methode neu.
P: Preis der Stadt Wien 1947; Großer österreichischer Staatspreis 1966.
Schr: Anleitung zur Zwölftonkomposition 1952–58; Beiträge in ÖMZ.
W: Zwölftonwerk (9 Bde.), Zwölftonfibel, Libelli dodecaphonici; Bubi Caligula (Operette); 6 Symphonien, Phantasie, Präludien (teilweise auch für Big Band und Jazzorchester); Werke für Kammermusik, Klavier; Lieder; Filmmusik (u. a zu Königin der Landstraße, Frühling auf dem Eis, Pepi Columbus, Sonnenschein und Wolkenbruch) [Nachlass in A-Wn].
Lit: NGroveD 12 (2001); MGG 6 (1957) u. 16 (1978); NDB 10 (1974); ÖL 1995.
ETH