War als Sohn eines Kapellmeisters und Chorleiters zunächst Sängerknabe im Zisterzienserstift Heiligenkreuz, wo er bei H. Fink auch das Orgelspiel und später Musiktheorie lernte. 1894 trat H. in das Stift ein (1898 Profess, 1899 Priesterweihe), war kurze Zeit an der Pfarre Neukloster in Wiener Neustadt und wurde 1903 in der Nachfolge Finks Organist und Regens chori in Heiligenkreuz. Daneben studierte H. in Wien Komposition bei Anton Klatowsky und an der Univ. Musikwissenschaft bei G. Adler (Dr. phil. 1915). 1934–46 war er Pfarrer in Pfaffstätten/NÖ, kehrte 1946 ins Stift zurück. Neben eigenen Kompositionen gab er die Kirchenwerke G. Reutters heraus und katalogisierte die Stiftsbibliothek.
W: 9 Messen; 4 Requiem-Vertonungen; zahlreiche kleinere Kirchenwerke; heitere Männerquartette und Lieder.
Schr: Die beiden Reutter als Kirchenkomponisten, Diss. Wien 1915.
Lit: Erhart 1998; A. Niemetz, 800 Jahre Musikpflege in Heiligenkreuz 1977.
UH