Der Sohn eines Orgelbauers und Flötenuhrmachers erhielt seine Ausbildung durch die Organisten der St. Elisabeth-Kirche seiner Heimatstadt (1828/29 auch durch J. N. Hummel). 1819 trat H. erstmals öffentlich auf, 1827 wurde er zweiter, 1831 erster Organist von St. Bernhardin in Breslau. H. war auch als Dirigent, Pianist und Bratschist tätig; umfangreiche Reisen führten ihn quer durch Deutschland, Österreich, nach London und Paris. H. war mit L. Spohr befreundet. H.s Orgelspiel stand in der norddeutschen Tradition und wurde wegen der hohen Präzision und Transparenz bewundert. In seinen Orgelwerken blieb H. der Bach-Tradition verpflichtet (in Pariser Zeitungen daher auch als „Héretier des traditions de l’école de Bach“ bezeichnet), seine weltlichen Werke hingegen zeigen deutlichen den Einfluss von Spohr. H. beschrieb das Wiener Musikleben der Zeit.
W: Orgelwerke (s. Abb.), Choralbücher, Orchesterwerke, Kammermusik, Kantaten, Motetten, Orgelschulen.
Lit: MGG 16 (1979); NGroveD 11 (2001); L. Spohr und A. Fr. H., der Briefwechsel aus den Jahren 1829–59, hg. v. J. Kahn 1928; H. J. Seyfried, A. Fr. H. als Orgelvirtuose und Orgelkomponist, Diss. Saarbrücken 1965; O. Biba in Organa austriaca 2 (1979); SchlMl 2001; Czeike 3 (1994).
ETH