Sohn des zunächst in Mannheim, später zeitweilig in Wien tätigen Kapellmeisters und Musiklehrers Johann Jakob H. (* ca. 1763 [Ort ?], † 16.12.1811 Gumpoldskirchen/NÖ), wurde in Wien, später in Weimar/D (von J. N. Hummel) musikalisch ausgebildet und betrieb seit 1821 in Mannheim eine Instrumentenhandlung, die er später um ein Kunst- und Musikaliengeschäft sowie eine Klavierfabrik erweiterte. 1828 übernahm er dazu den Wormser Georg Kreitner-Verlag, war auch Mitglied des Mannheimer Hoftheater-Komitees (1856–69 dessen Präsident). Als Verleger widmete H. sich besonders den Streichquartetten J. Haydns und den Opern W. A. Mozarts (Klavierauszüge). Er besaß Autographe u. a. von Mozart und L. v. Beethoven und zeigte Interesse an Botanik (Edition einer Alpen-Flora mit handkolorierten Zeichnungen).
W: Überwiegend Werke für Kl., für Git., auch für Kl. und Git.
Seine Söhne Emil d. Ä. (1831–1908) und Karl d. Ä. (?–?), seit 1857 Mitinhaber, führten die väterliche Firma weiter, die später von seinen Enkeln Karl d. J. (1858–1923) und Emil d. J. (?–?), den Söhnen von Emil d. Ä., übernommen wurden.
Lit: NGroveD 11 (2001); MGG 6 (1957); ÖBL 2 (1959).
UH