Groof, Carl de
* 3.12.1923 Wien. Kapellmeister, Komponist und Pianist.

Lernte schon früh Klavier, Klarinette, Gesang, Musiktheorie und ließ sich als Chorleiter und Kapellmeister ausbilden. 1941 Korrepetitor und Zweiter, 1945 Erster Kapellmeister der Wiener Sängerknaben, 1949/50 Leiter des Allegro-Gesangsquartetts. Nach Kapellmeisterprüfung an der Wiener MAkad. war G. bis 1953 als Pianist bzw. Arrangeur beim Rundfunk in Wien und in Basel/CH sowie mit eigener Kapelle in internationalen Hotels engagiert. Mit G. Zelibor spielte er an zwei Klavieren in H. Conrads Rundfunk-, später auch Fernsehsendung Was gibt es Neues und gründete ein symphonisches Jazzorchester, das 1955 den Namen Österreichisches Rundfunk-Tanzorchester erhielt und das er u. a. auch bei Filmmusik- (Drei Männer im Schnee 1955), Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen leitete. Er setzte sich besonders für zeitgenössische österreichische Komponisten ein und schrieb selbst u. a. Filmmusiken und Orchesterwerke. G. lebt seit 1973 in Spanien.

W: Filmmusiken (Die letzte Brücke 1954; Lulu 1962); Orch.-Suite; 4 Skizzen für Orch.; Scherzo in Swingtime.

Lit: Lang 1986.

UH